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SALVADOR 

Salvador da Bahia – überall hört man: Wenn du das pure Brasilien kennenlernen willst, gehe dort hin! Wir haben uns direkt hier leider zeitlich ein bisschen verplant und so hatten wir nur fünf Tage in dieser Stadt. Es war zwar kurz, aber beeindruckend, soviel vorab :-) 

Wir haben uns ein AirBnB mit Meerblick gemietet. Die ersten Tage sollten so entspannt wie möglich werden, um anzukommen. Jeden Morgen aufstehen, das Meer sehen und die Wellen rauschen hören; ja, der Plan ist aufgegangen und wir haben es genossen! An einem Tag haben wir sogar Wale an der Küste gesehen! 

Wohnen in Salvador 

Unser Haus lag in Jardim Octavio eine normale Wohngegend, die auch sicher sein soll. Will heißen, tagsüber ist viel los auf den Straßen und meist kein Problem, bei Einbruch der Dunkelheit soll man die Augen offen halten, lautes englisch sprechen vermeiden und sowieso nicht den wertvollsten Schmuck am Körper tragen. Wer uns und mich kennt, weiß, dass wir damit am wenigsten Probleme haben. Im Umkreis von unserem Haus haben wir uns wohl gefühlt, wir hatten einen Supermarkt in der Nähe und konnten direkt zum Strand gehen. Die Wellen waren aber so hoch, dass wir nicht ins Wasser gehen konnten. Abgesehen davon, dass das Wetter zwar warm war, es aber auch immer wieder Regenschauer gab. Wir waren Mitte September dort, der richtige Sommer beginnt hier im November oder Dezember. 

Bus fahren in Salvador 

An ein paar Tagen sind wir abenteuerlustig mit dem Bus gefahren. Wir kamen meist nicht direkt dort raus, wo wir hin wollten... Interessanterweise sind die Busse selbst mit Nummern und Zielorten beschriftet. Allerdings fehlt eben diese Beschriftung an den Haltestellen. So ist es ein großes Raten, wo der richtige Bus abfährt, wo man raus muss etc. Wild mit dem Bus durch die Gegend zu fahren empfinden wir aber auch tatsächlich als eine interessante Art, eine Stadt kennen zu lernen! 

Über Umwege sind wir noch fast immer da angekommen, wo wir hin wollten. Wobei... ich glaube ein Einkaufszentrum haben wir nie gefunden. Dafür ein anderes, also was solls :-) Dort haben wir uns brasilianische Simkarten für unsere Handys besorgt. Ab dann hatten wir also überall Internet, was uns auch für's Busfahren geholfen hat! Wie haben die Leute das früher gemacht!? 

Die Innenstadt genießen in Salvador 

Ich habe mich sofort verliebt! Grob wusste ich, was mich erwartet. Immerhin ist Michael Jacksons Lied „They don't really care about us“ mein liebstes von ihm und das Video hierzu hat er in der Innenstadt von Salvador gedreht. Vermutlich wird jeder Punkt der Erde, den Michael berührt hat, gefeiert und finanziell ausgemolken... so nämlich auch hier: Michael Jackson Bilder, Eintritt zum Haus, aus dem er auf die Straße raus geguckt hat etc :-) Die Stadt ist einfach so schön bunt! Jedes Haus hat eine andere Farbe. Auch die Menschen hier sind farbenfroh gekleidet. In Kombination mit dem blauen Himmel, dem Meer, den Palmen ist das (m)ein Traum! Verliebt habe ich mich außerdem in die vielen wunderschönen Afrohaare, die man hier überall sieht. Die Frauen und auch Männer tragen ihre Haare kaum geflochtene oder zusammen – sie scheinen einfach sehr stolz auf ihr natürliches schwarzes Haar zu sein. 

In der Alstadt haben wir noch das Hostel besucht, in dem Wayne 2016 für ein paar Tage gewohnt hatte (Hostel Galeria – wunderschön!). Dort haben wir mit dem Besitzer geredet, der seit 10 Jahren in Salvador lebt. Er sprach davon, dass die Zeiten wirtschaftlich gerade nicht sehr einfach für ihn sind, die Menschen spürten die Krise deutlich. Leider hatte er nicht mehr Zeit, uns genauer davon zu erzählen. 

Unglaublich nass war ein Besuch im Park „Parque da cidade joventino silva“. Es hat geregnet, und geregnet, und geregnet. Sehr cool war aber zu sehen, dass sich niemand so richtig hat davon beeindrucken lassen, alle blieben fröhlich! Die Kids dort haben uns fleißig auf portugisisch zugetextet, es gab live-Musik, mit Regenschirm im Regen tanzende Damen und veganes Essen! Ja, vegan! In diesem Land voller Fleischesser ist das schon was besonderes! Hier fragen uns die Leute: Ihr esst kein Fleisch?? Aber doch sicher Hühnchen!?? :-D 

Die Kinder, vor allem Senia, haben in Salvador etwas länger gebraucht, anzukommen. Zum einen waren wir alle durch die Zeitumstellung müder als sonst. Man hat ihr aber auch angemerkt, dass alles neu und anders ist. Es wurde von Tag zu Tag besser und wir sind gespannt, wie es in Natal weitergeht – dort bleiben wir ca. 4 Wochen. 

Rückblickend fand ich die Zeit in Salvador zu kurz, zumindest als Reise mit Kindern. Wir hätten mindestens zwei Orte gerne besucht. Alleine hätte das als Tagestour sicher gut funktioniert, mit den Kindern wäre es aufgrund der längeren Anreise aber so kurz nicht gut gewesen und wir hätten zwei Tage gebraucht. Das eine war Arembepe, ein recht bekannter, alternativer Ort und Boipeba, eine scheinbar sehr schöne Insel. Ein anderes Mal vielleicht... ich würde sehr gerne wiederkommen! 

Salvador, es war sehr schön mit dir :-)

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